Was ist Kooperativer Wandel

Hinweis: Unsere Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer neuen Kooperations-Gesellschaft. In Fragen Kooperations- und Genossenschafts-Praxis arbeiten wir mit dem SFCI SmartCoop Forschungsinstitut des Bundesverbandes MMW e.V. zusammen. Redaktion/Koordination: Dr. Adoj Allisei, Gerd K. Schaumann

10.27.2014

Genossenschaften – Führen im CoopThink.


Bereich:              Neue Wirtschaft
Perspektive:        Souveräne Menschen
Werkzeug:          CoopThink – Das Denken der neuen Menschen

Die Frage:

Ich bin Mitglied und Vorstand einer Genossenschaft, die aus 9 Menschen besteht. Wir kooperieren – wie ich meine – recht harmonisch. Doch irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, es fehlt irgendetwas Wesentliches …
Oberflächlich passen wir ganz gut zusammen, bewegen unser Unternehmen erfolgreich voran, doch in den für mich wichtigen Lebensfragen trennen uns doch irgendwie „Welten“ …
Könnte der Erfolg unseres Unternehmens noch einfach zu erreichen sein, wenn es uns gelänge, auch in persönlichen Fragen (Weltanschauungen) mehr übereinzustimmen? …
Und was sollten wir beachten, wenn wir demnächst unsere Mitgliederzahl erheblich ausweiten werden …

Anmerkung: „CoopThink“ nennen wir - bei QuantThink Deutsches Denkzentrum – das Denken der Menschen, die sich dafür entscheiden, ihren BewusstseinsKörper und ihren physischen Körper (wieder) zu vereinen. Wir nennen das wahre Cooperation. Diese ist verbunden mit dem Begriff „Neue Energien“, die seit einiger Zeit auf diesem Planeten zur Verfügung stehen.  Diese Neuen Energien sind anders und funktionieren anders, als die gewohnten „Dual-Energien“. Z.B. sind sie nicht „integrationsfähig“, auch nicht geeignet teilweise genutzt oder „ausprobiert“ zu werden. Man muss sich entscheiden, so oder so zu leben. Diese Energien entsprechen jedoch unserem wahren Ursprung („Ursprungs-Energie“). Deshalb haben diese Energien auch viel mit Ausdehnung-Zulassen-Vertrauen-SelbstLiebe zu tun. Beachte: Unser Verstand kennt diese Neuen Energien nicht. Verständlich, wenn er (zunächst) „rebelliert“, bis er sich integriert hat. Er wird nach und nach erkennen, dass unser Leben  im CoopThink viel einfacher, intensiver und selbstverantwortlicher wird. …                
(Fragesteller/in: männlich, 42, Vorstand einer Genossenschaft)

Die CoopThink – Antwort (CTA):

Eine wirklich wichtige und auch mutige Frage, denn sie gibt uns die Möglichkeit, auf einige Missverständnisse einzugehen, die sich aufgrund der (aktuellen) menschlichen Sichtweise in Bezug auf „Cooperation“ ergeben. …
CoopThink geht von einem anderen Cooperations-Begriff aus, der – zunächst – mit Gemeinschaft (in welcher Form und wozu auch immer gegründet) wenig zu tun hat.
Dennoch ist das gemeinschaftliche wirtschaftliche Wirken in einer Form, wie der einer Genossenschaft, recht bedeutend.
Lassen Sie uns diesen – vermeintlichen – Widerspruch näher erläutern:
„Wahre Cooperation“ ist die (Wieder-) Erinnerung an unseren wahren Ursprung. …
Es geht um die Klärung dessen, WER wir Menschen wirklich sind. … Als WER wir denken-handeln-entscheiden.
Im Ursprung sind wir alle gleich, sind Teil eines untrennbaren, ewig währenden Ganzen. Die einen nennen dies „Gott“, andere sprechen von „Quelle“. Wie Sie es nennen, ist egal, der Ursprung legt absolut keinen Wert auf das, wie man „ihn“ bezeichnet …
Wir verwenden den Begriff „Quelle“, weil sich mit „Gott“ zu viel „Personifiziertes“ und zu viel „Ablenkendes“ verbindet …
Die „Trennung“ von der Quelle geschah nicht absichtslos und auch nicht gegen unseren (freien) Willen. …
Auch wenn uns das meist nicht so bewusst ist – und wir die nicht gern wahrhaben möchten und meist gern verdrängen - im gesamten Universum gilt das Prinzip der absoluten Willens-Freiheit
Und die „Trennung“ führte auch nie dazu, dass sich unser Ursprung änderte. Wir waren und sind – für immer - untrennbar Teil der Quelle, also auch Teil Gottes.
Es sieht jedoch ganz anders für uns Menschen aus und wir „spielen“ auch ganz anders. … (Wir nennen es „Spiel“, was einfach unsere gewählte Art zu leben bedeutet).
Wir Menschen glauben jedoch meist, von der Quelle getrennt zu sein und uns in einer Welt zu befinden, in der so eine Art  „Dauer-Kampf von allen gegen alle - und um alles“ - geschieht. Wir meinen z.B., wir wären „schutzbedürftig“ und haben vergessen, um was es in unseren Leben (eines nie endenden Daseinskreislaufes) eigentlich geht.
Unser gesamtes Leben, unsere Glaubensmuster, unser Planet legt von diesem  (irrtümlichen) Konzept ein beredtes Zeugnis ab. …

Wir meinen nur ein Körper zu sein, ohne erkennen zu wollen, dass wir lediglich einen Körper haben, einen solchen benötigen, um in einer sehr niedrigen Schwingung – wie dies auf der Erde der Fall ist - uns aufhalten und dort wirken zu können.
Wir haben vergessen, dass Körper-Geist-Seele eine Einheit bilden …

Um das tun zu können, was unsere Seele liebt, nämlich ausschließlich Erfahrungen zu machen und damit das Universum bei seiner Entfaltung zu unterstützen, haben wir bewusst - (auf seelischer Ebene) - eingewilligt, alles bei unseren Geburten zu vergessen. Keine Erinnerung an die vielen, vielen Vorleben, keine Erinnerung, dass wir reines Bewusstsein sind, keine Erinnerung daran, dass wir unsere Leben mit anderen „Mitspielern“ auf dem Planeten gemeinsam (vorab) verabredet haben …
Dies alles geschah freiwillig, auch wenn das anders aussehen mag.

Die Zeit der Erfahrungen in der niedrigsten Schwingung des Universum, der physischen Welt, nähert sich jedoch jetzt dem Ende. Einhergehend mit der Veränderung unseres Bewusstseins (Schwingung), erhöht auch der Planet Erde seine (Grund-) Schwingung. Man spricht davon, dass unsere bisherige 3. Dimension sozusagen (sukzessive) in die 5. Dimension überwechseln wird. Menschen bezeichnen das als „Aufstieg“.
Das wird Konsequenzen für unseren Körper haben, aber auch für unsere Art zu Leben und damit auch unsere Art zu zu Wirtschaften ….

Allerdings scheinen viele Menschen auszuklammern, dass es eine Art „Zwischen-Dimension“ gibt, eine „4.Dimension“. Diese 4. Dimension gehört zwar noch zur 3. Dimension, ist jedoch eine wichtige Übergangsdimension, die sog. „Wir-Dimension“.
Vereinfacht gesagt, ist die 3. Dimension das unbegrenzte „Spielfeld“ des „ich“. Hier konnte sich unser Ego (Verstand) ausleben, alle Facetten von „Hell“ und „Dunkel“ (was im Ursprung das Gleiche ist) ausleben. Hier haben wir das „Wirtschafts-Spiel“ von „Jeder gegen Jeden“ gespielt, von „ich habe mehr Macht, als du“, von „ich bin besser/reicher/intelligenter/angesehener, usw. – als du“.

Das erforderte natürlich die entsprechenden Theorien. So entstand der Glaube von und an Konkurrenz (Menschen, Unternehmen, Länder) ...

In der (unumkehrbaren) Übergangsphase vom „ich“ zum „wir“ beginnt sich langsam – aber stetig – das Bewusstsein zu entwickeln, dass „wir“ (Denken und Handeln in Kooperation/Gemeinschaft), „lebenskonformer“ für uns Menschen ist, weil es dem Prinzip der Natur entspricht. Unser Körper ist z.B. – eine geniales Kooperations-Wesen

Genossenschaften sind von ihrer inneren Struktur her auf Cooperation angelegt, auch wenn es sich dabei zunächst „nur“ um das Kooperieren von sich als „ich“ verstehende Wesen handelt.
In einer Genossenschaft verbinden sich sozusagen viele „ich“ und probieren, deren unterschiedliche „Ich-Vorstellungen“ bestmöglich aufeinander zu beziehen (synchronisieren), um dadurch im konkurrierenden Umfeld besser „überleben“ zu können.

Diese „Ich“-Menschen erfahren und erlernen sozusagen, welche Vorteile das Aufgeben von (innerbetrieblicher) Konkurrenz beinhalten kann. Sicher tun die meisten Genossenschaften das eher unbewusst, aber sie tun es und das ist wichtig genug, damit andere Menschen daraus erkennen können, dass zwischenmenschliche Kooperation mehr Sinn macht, als zu konkurrieren. …
So bahnt sich der Gedanke von Kooperation und Gemeinschaft unaufhaltsam seinen Weg ins kollektive Bewusstsein. Dass dafür z.B. so etwas wie Energie-Genossenschaften enorm vorteilhaft sind, weil der Energie-Wandel ebenfalls auf der kollektiven Veränderungsskala einen recht hohen Wert hat, ist recht deutlich zu erkennen. Die Kombination von Kooperation und Energie wirkt wie eine Art „Bewusstseins-Turbo“.

Der Übergang vom wirtschaftlichen „Konkurrenz-Spiel“ zum „Cooperations-Spiel“ wird sich damit intensiver Bahn brechen, denn das Bewusstsein von immer mehr Menschen erkennt – für alle gut sichtbar – dass das alte „Konurrenz- und Macht-Spiel“ immer weniger funktioniert. Das Finanzwesen – sozusagen eine Schlüsselposition im Konkurrenz-Spiel – zeigt bereits deutliche Spuren von Erosion …

Im Fortgang der Entwicklung der nächsten Zeit beginnt sich stetig das kollektive Geesamt-Bewusstsein in Richtung Cooperation-Denken bewegen, bis gänzlich die gesamte Gesellschaft (besonders die Wirtschaft) nach kooperativen „Spiel-Regeln“ funktionieren wird….

Der eigentliche Teil Ihrer Frage scheint in eine andere Richtung zu gehen. Dennoch war dieser kleine Exkurs für das bessere Verständnis notwendig.

Es drängt sich förmlich die Frage auf: Und was folgt daraus?

Nach dem „Wir-Zeitalter“ beginnt das, was wir als „neues ICH-Zeitalter“ bezeichnen würden. „Wir“ ist Übergang, wenn auch ein sehr wichtiger, aber dennoch ist „ICH“ das eigentliche Ziel.
Aber dieses „ICH“ ist ein völlig anderes, als das alte „ich“. …

Und genau dieses „ICH“ scheint das zu sein, mit dem Ihre Frage zu tun hat ….

Deutet sich da ein Umbruch für das an, was auch den „traditionellen“ Genossenschaftsgedanken – nicht unerheblich – tangieren wird?
Wir meinen JA!

Bisher kam es weniger – eigentlich fast gar nicht - darauf an, dass man sich um das (große) „ICH“ in einer Genossenschaft bemühte. Man begnügte sich mit dem Funktionieren des (kleinen, aber durchaus lebendigen „Ego-ich“.
Und dieses „ich“ war recht anpassungsfähig und durchaus bereit, sich  anzupassen, wenn sich daraus ein Vorteil für „es“ erreichen ließ …

Beim (großen) „ICH“ geht es jedoch niemals um an- oder einpassen, es geht um vielmehr um Themen wie Integration, um Leidenschaft, um Angelegenheiten des Herzens

Haben wir bisher vielleicht so gefragt:

„Funktioniert x oder y zu tun besser, wenn ich es gemeinschaftlich mit anderen tue?“

Müssen wir jetzt wohl ganz anders fragen:

„Was ist die Herzensangelegenheit von x, sozusagen eine Leidenschaft, die Ganzheitlichkeit zum Ausdruck zu bringen?“

Und wir müssen weiter fragen:
„Wo oder wer sind diejenigen Menschen, die – möglichst viel – gleiche oder gleichgelagerte Leidenschaften verspüren und diese jetzt – noch besser – gemeinschaftlich zum Ausdruck bringen wollen und können“?

Warum die Frage so gestellt werden sollt?

Weil wir Menschen uns auf dem (unumkehrbaren) Weg in die 5.Dimension befinden, sogar zügiger als zunächst vermutet ...

Und diese 5.Diemension schwing einfach höher. Das Bewusstsein dieser Dimension kennt keine Konkurrenz mehr, kennt auch keine Trennung. Menschen erfahren sich als machtvolle Gestalter ihres eigenen Lebens.

Sie sind sich dessen vollends bewusst, das Leben erfordert, dies
selbstverantwortlich
frei
und voller Freude
zu führen.

Hinter diesen Prämissen kann und wird kein Mensch leben, der sich in der 5. Dimension aufhalten möchte….
In dieser Dimension des großen ICH lässt sich nichts, was uns bisher teuer und lieb war irgendwie integrieren.
ALLES ist ANDERS, weil alle Menschen ein völlig anders Bewusstsein haben. …  
Und „ICH“ heißt:
JEDER Mensch ist sich seiner Ursprünglichkeit, seiner GANZHEIT, seines wahren SELBST wieder vollständig bewusst.

Natürlich benötigt dieser Weg eine Zeit des Überganges. Wir beginnen jedoch in den kommenden Jahren immer schneller und intensiver wieder daran zu erinnern …

Und wir beginnen, das Bild einer neuen Wirtschaft, einer neuen Gesellschaft, des gesamten Lebens, so zu entwerfen und auszugestalten, wie es unserem neuen Bewusstsein entspricht. …

Wir beginnen – auf diesem Wege – uns immer mehr daran zu erinnern,  uns zwar zu integrieren, aber so, dass die übrigen Werte erhalten bleiben (Freiheit-Selbstverantwortung-Freude …)
Dazu gehört auch, alle Formen von „Trennungs-Spielen“ (Konkurrenz) konsequent ab- bzw. umzubauen.

So entsteht das, was wir als WAHRE COOPERATION bezeichnen.
Es ist die Integration von Körper-Geist-Seele.
Es entsteht ein neuer Bewusstseinskörper …
Und „Aufstieg“ ist eigentlich ein „Einstieg“, die Wiedervereinigung von GEIT-SEELE  in unserem physischen Körper.

Das, was man als „Eden“ kennt, findet wohl nicht irgendwo im Universum (oder im „Himmel“) statt, „Eden“ wird hier, auf diesem Planeten – genannt Erde – zur Wirklichkeit werden …

Und Genossenschaften können und werden eine spannende und wichtige Angelegenheit sein, um z.B. beim „Spiel der kooperierenden Regionen“ mitzugestalten, denn Menschen werden viel mehr in Regionen denken und handeln …
Denn auch die alten politischen Strukturen werden wohl bei einem neuen Bewusstsein der Menschen, enorm erodieren …

Und was könnte das schon jetzt für Genossenschaften bedeuten?

Vor allem sollte man berücksichtigen, dass Kooperation zu keinem Ignorieren des Einzelnen und dessen Leidenschaften führt.
Wohl nicht so ganz einfach, dies intelligent in einem TEAM zu organisieren und dann erfolgreich zum (wirtschaftlichen) Ausdruck zu bringen….

Eine „Mammut-Aufgabe“? JA – aber weder zu vermeiden, noch unlösbar. Hilfreich ist, dass sich auch das kollektive Gesamt-Bewusstsein  verändern wird …

Je eher und je intensiver sich Genossenschaften mit dem (großen) „ICH-Konzept“ befassen, umso besser sind sie selbst „aufgestellt“, um auch Beispiel für andere Menschen und Menschen in Gruppen sein zu können.

Ignorieren diese (neuen) Genossenschaften das (neue) „ICH“ in ihrer Gruppe, könnte ein langsamer, aber stetiger Erosions-Prozess auch sie selbst ereilen …

Die Genossenschaft mit ZUKUNFT (nennen wir sie einmal „Geno-5.0“, wird eine Gemeinschaft voller „gleichklingender Leidenschaften“ sein. Und sie sollte sich natürlich bewusst sein, was diese wirklichen Leidenschaften eines JEDEN „ICH“ sind und, dass solche Leidenschaften eine vorübergehende und keine konstante Erscheinung darstellen …
Und:
Die Genossenschaft – Geno-5.0 – also solche, die ZUKUNFT mitgestalten wollen, sollten auch wissen, dass das „In-Form-Bringen von Materie“ – sozusagen, das was in mittels dieser Genossenschaft dann in Erscheinung tritt, also das Ergebnis des gemeinsam Gewollten (das gewünschte Ergebnis) anders „funktionieren“ sollte …
Es wird bei Geno-5.0 viel weniger um TUN gehen, als vielmehr um SEIN. Die alte Formel von TUN-HABEN-SEIN wir sich umkehren. Sie wird dann SEIN-TUN-HABEN lauten …
Es sind die (gleichschwingenden, gleichklingenden) Gedanken der Menschen in dieser Geno-5.0, die die „Berge versetzen“ und den ERFOLG – beinahe „magisch“ herbeiführen…
Ein modernes „Führungs-Konzept“ von Genossenschaften - von Geno-5.0 - sollte das kennen, Mitgliedern vermitteln, selbst anwenden und in so etwas wie einer „Coop-Ordnung“ festgeschrieben haben …
Und:
Führen in Geno-5.0 heißt vor allem Kommunizieren auf höchstem Niveau.
Moderne Genossenschaften sind gut beraten, schon jetzt diesen Umbau-Prozess allmählich anlaufen zu lassen …
Das Management sollte beginnen, schon jetzt mehr darüber miteinander zu sprechen:
Was gemeinsam gewollt wird.
Welche Visionen bestehen und umfassend konsensfähig sind.
Was die wahren Leidenschaften jedes Einzelnen sind …
Und:
Bitte überlassen Sie urteilen-werten-analysieren-kritisieren usw. , denen, die sich immer noch als Konkurrenten begreifen …
Denn:
Wahre Kooperierer sind Meister bezüglich dessen, was sie wirklich wollen, weil nur so „ERFOLG“ (das, was folgt) geschieht.
Zusammengefasst:
Sehen sie einfach alle Genossenschafts-Mitglieder aber auch alle, die mit ihnen zusammenwirken, sich Lieferanten, Kunden, usw, als gleichwertige, machtvolle Teile der gleichen Quelle an ...
Also:
Keine „Opfer-Spiele“ – weg mit der „Opfer-Karte“ – jetzt geht es konsequent um die Übernahme von SELBST-VERANTWORTUNG.
Das heißt keinesfalls, dass eine Genossenschaft keinen Vorstand, keine Führung mehr hätte.
Das heißt aber sehr wohl, dass diese Rollen andere Inhalte haben werden:
Die ManagerInnen der künftig wahren Genossenschaften (Geno-5.0) werden  eine Menge Zeit damit zubringen, ein „Team der Einzel-Leidenschaften“ auf hohem Niveau zur Geltung zu bringen und das Team stetig „umzubauen“, um diesen „Gleichklang der Leidenschaften“ immer wieder auf hohem Niveau zu (er-) halten ….
Vielleicht ist es das, was Sie suchen …


9.14.2014

SELBST - Die Essenz jeder Cooperation.


Thema: Cooperieren mit Erfolg
Perspektive: Souveräne Menschen
Werkzeug: CooQuestions – KERN-Fragen zur Cooperation

Die Frage: 

In meinen Klassen (5 u. 6) versuche ich Schüler zum Kooperieren zu motivieren. Das gelingt mir jedoch – trotz eines in der Regel spielerischen Herangehens – nur sehr bedingt. Immer wieder muss ich feststellen, dass es ihnen schwer fällt, teammäßig Aufgaben zu lösen oder Konflikte im Miteinander zu lösen …

Es scheint schwer zu sein, den Widerspruch zwischen einer eher auf Gegeneinander ausgerichtet Gesellschaft (kleine Egoisten), sowie den Erfahrungen im Elternhaus (Geschwister), in der Schule ausgleichen zu können. …

In unserer Genossenschaft erlebe ich auch überraschend viel Egoismus und wenig Sozialität und Gemeinschaft. Auch die Zusammenarbeit zwischen uns (Aufsichtsrat) und dem Vorstand hat wenig mit Kooperation zu tun …   

 Anmerkung: „CooQuestions – CQ“ nennen wir - bei QuantThink Deutsches Denkzentrum -  Fragen, die wir als „ESSENZIELL“ bezeichnen. Wir differenzieren also zwischen „Wichtig“ und „Wesentlich“. Als „Wesentlich“ definieren wir solche Fragen, die – einerseits unsere üblichen „Denk-Grenzen“ überschreiten und andererseits den wahren SINN und die POTENZIALE unseres Lebens berühren. Bedenken Sie bitte: Es geht hierbei – vor allem - um das Erlernen eines essenziellen FRAGENS, nicht um entsprechende Antworten!          
(Fragesteller: 44, weiblich, Lehrerin, Aufsichtsrat einer Genossenschaft)
 

Die Essenz der Frage – als  CooQuestion – „CQ“ formuliert.
 

·         Kann Cooperation überhaupt ohne Egoismus funktionieren?

Diese Frage könnte irritieren, weil gemeinhin angenommen wird, dass im TEAM der „Egoismus“ sich „auflösen“ sollte.

 
·       Was genau verstehen wir unter „Egoismus“ und ist damit das gemeint, was wir „landläufig“ darunter verstehen?

 
Wahrer Egoismus ist die Beziehung zwischen dem „kleinen ich“ und dem „großen ICH“. Menschen leben jedoch meist nur im „kleinen ich“. Das ist das, was unter „Ego“ verstanden wird und deckt sich etwa mit unserem Verstand. Unser Verstand ist jedoch recht limitiert, seine Hauptfunktion ist Analyse, Logik, Urteilen und Vergleichen. Das „große ICH“ geht über den Verstand hinaus und bezieht mittels Fühlen (Herzgefühl nicht Bauchgefühl) das mit ein, was man unter SELBST versteht. Kurzum das, was wir eigentlich sind – unser URSPRUNG.

Menschen, die sich auf das „kleine ich“ reduzieren, können weder „echte Egoisten“ sein, noch wirklich Kooperieren. Ihnen fehlt eine wesentliche Vorrausetzung für Cooperation: SELBST-VERTRAUEN.

Sehen Sie deshalb zunächst die „Gruppe“ eher nachrangig, entwickeln Sie zunächst das Verständnis Ihrer Schüler und jedes Team-Mitglieds in Ihrer Genossenschaft für ihr „großes ICH“ – ihr SELBST. Das ist die wahre Bedeutung des Wortes SELBST-BEWUSSTSEIN, alles andere – was meist diesen Namen führt – ist eigentlich „Ich-Bewusstsein“.

  • Könnte es sein, dass – wenn Sie nach außen schauen - Sie viele „Hindernisse“ (Fernsehen, Medien, Spiele …) sehen, und manchmal dann ein Gefühl der Resignation aufkommt?

Das ist die Perspektive des „kleinen ich“, sozusagen das Spiel „Opfer“ von x oder y zu sein. Das äußert sich meist in Schuldgefühlen oder Anschuldigungen. Diese Sicht macht kraftlos und mutlos, ist auch völlig sinnlos, weil Sie niemals diese „Ich-Kräfte“ kontrollieren oder steuern können. Wenn Sie gerade meinten, z.B. Team-Lernen bei Ihren Schülern verfestigt zu haben, sehen Sie vielleicht zwei Stunden später das „Ergebnis“ auf dem Schulhof: Die gleichen Schüler liegen im „Clinch“ miteinander … - oder die gleichen Aufsichtsratsmitglieder reagieren in der nächsten Sitzung ganz anders als erwartet.

Sie haben einfach keine Chance, deren Verhalten zu „kontrollieren“, was auch nicht Ihre wahre Aufgabe ist.

Die bessere Lösung: Werden Sie selbst zunächst ein wahrer Egoist, indem Sie sich vollständig sehen und darauf achten nur das zu tun, was Sie erfüllt.

 
·      Müssen nicht Menschen, die eine entsprechende Ausbildung haben, andere anleiten sich zu verändern?

 
Müssen? Ganz sicher nicht, denn das würde ja bedeuten, in die „Spiele“ der anderen einzugreifen. Ein wichtiges universell geltendes GESETZ ist die FREIHEIT – unbedingt und für JEDE/N.

Aus der Sicht des „kleinen Ich“ erfolgt natürlich sofort Protest. Aus der Sicht unseres „URSPRUNGS“ (großes ICH) kann es nicht anders sein, denn es gibt dort auch so etwas wie Fehler nicht – es geht unserer „SEELE“ immer nur um Erfahrungen …
 

·        Sollen Sie deshalb zusehen, wie Ihre Kinder sich raufen oder Ihre Aufsichtsratsmitglieder z.B. nur an ihre eigenen „Pfründe“ denken?

Ja und Nein. Wenn Sie wahre SELBST-ENTFALTUNG praktizieren, wirken Sie als Vorbild für andere, strahlen sozusagen Ihre Vollständigkeit aus. Das wird sich auch auf die Menschen auswirken, denen Sie ein „Lehrer“ sind, gleich ob in der Schule oder in der Genossenschaft. Da Menschen Energiewesen sind, wird eine höhere Energie (in der Sie sein könnten) sich quasi „automatisch“ auf diese Menschen auswirken.

Kurzum: Sie bauen sozusagen ein hoch schwingendes Energiefeld auf, in das andere eintreten können.

Wenn Sie das „Gesetz der Anziehung“ (GdA) kennen, wissen Sie, was wir meinen.

Falls Sie das  GdA noch nicht kennen, würden wir empfehlen, damit zu experimentieren. Das GdA wirkt wie ein Magnet. Gleiche Gedanken ziehen gleiche Gedanken an – immer!

Achten Sie bitte mehr auf Ihre Gedanken, als auf die gesprochenen Worte, weil Worte wesentlich weniger „Anziehungskraft“ haben.

Und:

Das GdA ist fair und wirkt immer gleich, bei jedem und zu jeder Zeit. Wer es gut kennt, ahnt auch, was wirkliche Sozialität bedeuten könnte …

Viel Spaß beim Entwickeln von bewusster „Anziehungs-Energie“…

  

4.26.2014

Die „COOP-Welle“ baut sich stetig auf …


Thema: Was macht COOP wirklich erfolgreich?
Perspektive: Zukunft heißt COOP
Werkzeug: The SECRET of COOP

Frage:

Wenn von Ihnen behauptet wird, dass Wirtschaften in Coop erfolgreicher sei als Wirtschaften in Konkurrenz, dann müssten  doch eigentlich Genossenschaften in der Erfolgsskala unserer Wirtschaft ganz oben stehen. Es sieht aber nicht so aus. …
Ist die Behauptung falsch, oder habe ich etwas übersehen?
Wenn man etwas als ERFOLG darstellt, muss man doch auch „Beweis“ dafür antreten können …

Anmerkung: „QuAntworten“ nennen wir Antworten, die sozusagen „quantenphysikalisch“ optimiert wurden. Diese Form überschreitet oft unsere DENK-Gewohnheiten, stellt aber dennoch eine interessante Variante zu unserem „Alltags-Denken“ dar. Sie bringen uns heraus aus unseren oftmals zu leicht akzeptierten „Mustern“, auf denen Medien und andere „Wisser“ gern aufbauen…         
(Fragesteller: Manager in einer mittelständischen GmbH, 47 J.)

Die QuAntwort

Sie haben zu Recht erwähnt, dass Genossenschaften nicht auf der „Hit-Liste“ ganz oben stehen. Das hat mehrere Gründe, wir werden darauf eingehen.

Räumen wir aber zunächst ein Missverständnis beiseite: Nur weil sich eine Struktur (Rechtsform) als „co-operative“ (Genossenschaft) bezeichnet, muss sie nicht ein (wahrer) COOP sein. Manchmal wissen und wollen das auch sogar die Initiatoren eigentlich nicht wirklich. …

Ja, sie wollen sicherlich einige Vorteile einer COOP nutzen, aber die Essenz von COOP auch(schon)?

Wir wollen es deutlicher formulieren: Wer COOP wirklich will, der muss sich bewusst sein, dass es dazu einiges zum Bedenken gibt. …

Lassen Sie uns ein Beispiel nehmen, um das etwas zu veranschaulichen.

Ein Meister des wahren COOP ist unser Körper. Wer ihn genauer kennt weiß. wie COOP funktioniert und, dass er unübertrefflich effizient wirkt.

Leicht einzusehen, wie wir uns fühlen würden, wenn unser Körper seine Leistung in „Konkurrenz“ erbringen würde. …

Treten wir noch einen weiteren Schritt zurück und schauen sozusagen auf die physische „Gründungsphase“ unseres Körpers. Ab der ersten Zellteilung ist sich jede ‚Zelle bewusst, welche Aufgabe sie übernehmen wird und stellt sich dem Konzept Körperaufbau vorbehaltlos zur Verfügung. Zellen scheinen so eine Art „Dienst-Bewusstsein“ zu kennen, irgendwelche „Honorierungen“ scheint es nicht zu geben…

Auch scheint keine der Zellen eine „Chef-Funktion“ zu kennen. Was auch heißt, dass keine Zelle sich als „wichtiger“ oder bedeutsamer“ empfindet. Aber dennoch verläuft alles (i.d.R.) auf stetige Entwicklung und Wachstum hin, sofern keine Störungen (Krankheiten) vorliegen.

Sicherlich wäre jetzt zu fragen, was Störungen sind und was oder wer sie verursacht, wenn letztlich alles Energie zu sein scheint…

Das aber würde hier zu sehr ablenken …

Uns kommt es darauf an zu zeigen, dass eine solche Form hocheffizienter Synchronisation wohl nur stattfinden kann, wenn sich die Zellen zu so etwas zugehörig fühlen, wie einem „Körper-Bewusstsein“. Diese „Blaupause“ muss ihnen bekannt sein und von ihnen – tief verinnerlicht – vorbehaltlos akzeptiert werden. Sonst wären sie einfach keine Zellen in diesem oder jenem menschlichen Körper.

Wer wollte bestreiten, dass ein solcher Körper am besten „läuft“, wenn wir ihn nicht stören bzw. durcheinanderbringen.

Und diese intelligente Leistung erbringt er nicht nur tagsüber, sondern sogar nachts, was uns zeigt, dass der Verstand kaum zu diesem Konzept etwas beiträgt. Ob wir wollen oder nicht, Nacht für Nacht bringen wir ein grenzenloses Vertrauen auf, dass dieser COOP funktioniert. Gut, dass uns offensichtlich keine Wahl bleibt, denn es gelingt uns nicht – auch wenn wir nachhaltig es wollten – ohne Schlaf auszukommen …  

Übertragen wir wichtigsten Phänomene der Dauerfunktion unseres Körpers auf ein x oder y-Unternehmen, das nach dem Prinzip der Konkurrenz ausgerichtet ist und funktioniert. Dort wird es zunächst schwierig sein, die Zellen (Mitarbeiter) auf eine synchrone Sichtweise zu bringen. Ihre Sicht ist zumindest ambivalent…

Sie arbeiten (zuvörderst) in dem Unternehmen, um ihr Einkommen zu realisieren. Der Beruf ist nur selten „Berufung“, eigentlich würden sie viel lieber – während der Arbeitszeit – etwas ganz anderes tun. Sie „tun“ so, als ob das, was sie täten von ihnen gern getan würde. Die anderen Unternehmen sind – aus Sicht dieses Unternehmens – „Wettbewerber“, man würde durchaus wohl gern sehen, wenn diese Konkurrenten aus dem Markt ausscheiden würden. Und letztendlich gibt es in diesen Unternehmen stets jemanden, der die Hoheit des Sagens hat. Um Missverständnisse zu vermeiden, es muss (in Konkurrenz-Unternehmen) diesen „Chef“ geben. In einer solchen Unternehmensstruktur, in der wenig über wahre Interessen-Kongruenz abläuft, sondern eine solche tagtäglich „kunstvoll“ und „künstlich“ am Leben erhalten wird, kann es ohne dauerhafte „Regie und Führungspräsenz“ nicht funktionieren….

Um den „Körper“ eines solchen Unternehmens in Gleichklang zu bringen und zu halten, bedarf es eines stetig, dauerhaften Einsatzes des Faktors Motivation, die selten von innen (intrinsisch) kommt und deshalb entsprechend dauerhaft eingesetzt werden muss.

Und es funktioniert doch – schau es dir an, wie gut die Ergebnisse (gemessen an den Zahlen der Jahresabschlüsse) sind, hören wir viele Menschen dazu antworten. Und das, obwohl es so scheint, als ob es genauso „komisch“ dort abläuft, wie wir es gerade geschildert haben. Diesen Einwand zu entkräften, scheint nicht so einfach. Diese Menschen  sprechen (unreflektiert), nur das aus was sie sehen und täglich selbst erfahren. Und sie haben ihre stabilen Glaubensmuster, die man so einfach nicht wandeln kann. Das aktuelle Bewusstsein der Mehrheit der Menschen ist fest wie ein Klebstoff und das Denken der Menschen ist damit aufs Engste verbunden. Die Mehrheit der Skeptiker lebt und arbeitet in genau solchen Verhältnissen und würde bei Wandel ihre Bewusstseins selbst in Probleme kommen. Und wer möchte das schon …

Daraus könnte man durchaus folgern, dass zwangsläufig mit Kritik zu rechnen wäre, wenn man auf Richtung „wahren COOP“ orientiert – und sei es zunächst nur theoretisch….

 

Wir haben in einer Diskussion den Manager eines Unternehmens vor folgende „Herausforderung“ gestellt, der meinte, dass die Menschen in seinem Unternehmen mit Freude arbeiteten.

Wir boten ihm an einen „Verfikations-Test“ zu seiner (kühnen) Behauptung zu riskieren: Loben Sie einfach 4 Wochen bezahlten Zusatzurlaub aus und warten Sie, wieviel Mitarbeiter darauf begeistert einsteigen. Wenn er Recht hätte und sich sicher gewesen wäre hätte er wohl eingewilligt.

Zwar dementierte er unsere Zahl von mindestens 80 % (in stiller Begeisterung) mitmachender Genießer des Zusatzurlaubs … erklärte aber gleichzeitig den Test wegen „Sachzwängen“ kategorisch für undurchführbar …

 

Was wir damit meinen ist, dass es wahrscheinlich einen recht großen Unterschied zwischen „Beruf“ und „Berufung“ in solchen Unternehmen gibt, man das aber seitens der Führung nicht wahrhaben will …

 

Übertragen auf ein COOP-Unternehmen, hätte das natürlich Konsequenzen. Ein Auseinanderdriften von „Beruf“ und „Berufung“ bei der Besetzung von Stellen und Funktionen gilt es – wo immer möglich – zu vermeiden.

 

COOP-Unternehmen müssten eigentlich solchen „Tests“ gelassen entgegensehen. Und wenn er misslänge, was wohl bei mehr als 25% Zusatzurlaubs-Teilhabern der Fall wäre, hätte man erkannt, wo man nachbessern müsste …

 

Missverständlich könnte es sein, beim Vergleich mit dem physischen Körper und seinen Zellen mit dem Begriff „dienen“. Natürlich stellen sich Zellen stringent in den Dienst des Körpers. Sie „dienen“ in dem Sinne, dass sie sich als bewusstes Teil des Ganzen verstehen.

Welcher Stelleninhaber kann solches behaupten, meist kennt er oder interessiert ihn das „Ganze“ noch kaum. Er oder sie wird i.d.R. nur einen kleinen Ausschnitt des Ganzen kennen. Das Ganze steht im Vorbehalt der Chefetage, die sich dann darüber wundert, wie hoch der Organisations- und Kommunikationsaufwand ist, immer wieder die Erreichung des (angenommenen) Gesamtzieles hinzubekommen.

 

Aber auch das beantwortet kaum die Frage, weshalb Genossenschaften (i.S.v. lediglich formalen COOP-Teil-Strukturen) auf den Brachen-Hit-Listen so wenig von dem „Teilhaber-Vorteil“ umzusetzen vermögen. Ein Teil der Antwort steckt sicherlich darin, dass außer der Struktur (bisher) nur sehr wenig Essenz von einem wahren COOP umgesetzt wurde. Die Menschen sind zwar in sog. Struktur-Genossenschaften formal Teilhaber geworden (was an sich auch schon recht vorteilhaft ist), haben aber nur wenig essenzielles und Überlegenheit schaffendes COOP-Bewusstsein entwickelt. Ein „WIR-Gefühl“ wird zwar vermutet, aber der Beweis dafür, dass sich z.B. „Teilhaber-Identifikation“ eingestellt hat, bleiben viele Genossenschaften schuldig.

 

Keiner würde auf die Idee kommen anzunehmen, dass jemand ein guter Fußballer ist, weil er in einem Fußballverein Mitglied ist, die Regeln dieser Sportdisziplin kennt und ein Trikot trägt.

Dazu gehört – was jeder weiß - natürlich auch ein entsprechendes  „Talent“, viel und intelligentes Training, ein guter Trainer, der Wille zum Erfolg und natürlich Spielfreude… 

 

Ob das wohl in Genossenschaften auch (schon) so gesehen wird?

 

Zum besseren Verständnis sprechen wir gern einerseits von (Struktur-) Genossenschaften, aber meinen natürlich eigentlich „SmartCoop“, die intelligente Ausformung der latent vorhandenen (Vorteils-) Potenziale.

 

Menschen sind es gewohnt, in %-Sätzen zu denken. Dem wollen wir uns nicht verweigern.

 

Spricht man mit Mitarbeitern aus (Konkurrenz-) Unternehmen und fragt sie, was sie „beflügelt‘“, ihren derzeitigen Job zu verrichten , obgleich sie eigentlich in dieser „Tu-Zeit“ etwas ganz anderes viel lieber machen würden, dann hören sich deren Antworten sinngemäß so an:

A. Ich komme ich hierher, weil ich Geld verdienen muss, ein Einkommen brauche (ca. 50%).

B. Ich bin ich hier, weil ich eine „Aufgabe“ habe, die mir ein Gefühl von „Wichtigkeit“ gibt (ca. 25%)

C. Ich bin hier … weil ich x oder y vermeiden möchte (ca. 25%).

 

Irgendwie schwingt bei diesen Begründungen so etwas wie Angst (in unterschiedlichster und meist unbewusster Art) mit. Erstaunlich, wie wenige Menschen in ihrem Beruf „wahre Erfüllung“ verspüren, vielleicht sogar ins „Schwärmen“ kommen, wenn sie von ihrem Job sprechen ….

 

Genau aber solches anzustreben - klingt das nach „Utopia“?

Vielleicht, sofern man sich damit zufrieden gibt, das das „Berufsleben“ zwangsläufig mit irgendwelchen Kompromissen einhergehen müsse, um (noch) größeres Leid zu vermeiden. „Verbiegen“ im beruflichen Teil des Lebens wird sozusagen (unreflektiert) zu einer immanenten Tugend ausgeformt. …

 

Würde so unser Körper funktionieren, es würden wohl keine Mitarbeiter mehr zur Verfügung stehen, denn der dafür benötigte Corpus wäre schlichtweg handlungsunfähig. …

 

So, wie jede stabile Veränderung im kollektiven Bewusstsein der Gesellschaft nur recht allmählich abläuft, um unsere gewohnte Scheu vor Veränderung in Grenzen zu halten, verändert sich auch das Bewusstsein im Teil-Sektor Wirtschaft nur allmählich. Auch wenn es manchmal so scheint, dass es zu langsam ginge oder einer Art „Springprozession“ gleiche, es „köchelt“ erheblich mehr als man an der Oberfläche wahrzunehmen scheint. …

 

Die Frage, wohin sich etwas bewegt, ist ebenso spannend, wie die Geschwindigkeit der Bewegung. Die „Türme“ des Zeitalters des Gegeneinanders beginnen zu wackeln. Banken, Versicherungen, Konzerne (sogar der Bereich Energie) benötigen immer mehr „Stützkorsett“ in entsprechender Weise. Wer vor Jahren z.B. eine Lebens-versicherungspolice belächelt hätte, wenn ihm diese als sichere bzw. stabile Alterssichersicherung verkauft werden sollte, hätte „Hohn und Spott geerntet“ für seine Skepsis. Heute wird bereits derjenige belächelt, der eine Lebensversicherung noch immer für eine stabile und sichere Vermögensanlage hält.

In nur relativ wenigen Jahren – WOW, ein solch dramatischer Wandel in so kurzer Zeit  

 

Und wohin werden die Menschen schauen, wenn sie an Zukunft, Stabilität und Wandel denken?

Sie werden immer mehr erkennen, dass die Natur in vorbildlicher Weise eine Vielfalt von hoch effektiven und verlässlichen Prinzipien birgt, die sie immer mehr erkennen werden. Das dann auch zu adaptieren; ein solcher Schritt wird nicht lange auf sich warten lassen.

Und diese Einsichten und Schritte haben wohl dann allesamt etwas mit COOP zu tun!

Schon vor Jahren hat ein weitsichtiges Mitglied des Weltzukunftsrates (Prof. Kreibisch) es sehr schön formuliert: Bei Kooperation geht es um einen langanhaltenden, stetig wachsenden, langfristigen Trend. …

 

Und genau dieser Trend beginnt immer deutlicher sichtbar zu werden. Ohne euphorisch zu werden, könnte man von einer „COOP-Welle“ sprechen, die sich langsam aber sicher aufzutürmen beginnt. …

 

Wenn allerdings Genossenschaften ihre wahren „COOP-Vorteile“ quasi – bewusst oder unbewusst – jedenfalls aber unentfaltet liegenlassen (wie z.B. auf eine nachhaltige Identifikation der daran teilnehmenden Menschen in den wichtigen Rollen „Mitarbeiter“ und „Teilhaber / MitUnternehmer“ zu verzichten) und so tun, als ob die Verteilung von Zusatzrechten (wirtschaftliche Mitbestimmung) ohne Konsequenzen - in einem „beinhart“ nach Konkurrenz-Spielregeln funktionierendem Markt – für Effektivität und Erfolg bliebe, muss ich nicht wundern, wenn solche „Alibi-Struktur-Coops“ (Genossenschaften werden lediglich als weitere Rechtform gesehen) in der „Wirtschafts-Hit-Liste“ nur recht „müde“ auftraten….

 

Ein „TOP-COOP“ bzw. „SMART-COOP“ ist viel mehr, als nur formal den Spielregeln des Genossenschaftsrechts „korrekt“ zu befolgen. COOP ist eine Art (förmlich durchdeklinierter und immer wieder für alle Mitwirkenden, wahrnehmbar zelebrierter) Geisteshaltung, erfordert durchgängig so etwas wie ein „COOP-Bewusstsein“ auf möglichst hohem Niveau. …

 

Langsam gewinnt der eingangs – eher kühn - formulierte Vergleich eines wahren COOP - mit dem Verhältnis von Körper und Zellen – sich einander anzunähern. …

 

So etwas lässt sich natürlich nicht „verordnen“, kaum sofort 1:1 übertragen, denn jeder – zumal so fundamentaler - Wandel benötigt seine Zeit. Hier geht es zunächst lediglich darum, den Irrtum zu überwinden, dass wahrer COOP auf Strukturfragen zu begrenzen sei.

 

Jede Veränderung benötigt so etwas wie eine Vision, eine Imagination (Visualisierung baut lediglich auf Bekanntem auf, hier geht es jedoch um Neues – und das ist Imagination) dessen, was stattdessen (dem Konkurrenz-Spiel) sein soll. Und die beste und wirksamste Form, um neue Realitäten zu kreieren – so sagen zu Recht die Erfolgstrainer – ist so zu tun „als ob“ die erwünschte Veränderung bereits eingetreten sei. Die absoluten „Profis“ würden erkennen, dass dieses „als ob“ noch Reste von Zweifel und Begrenzung beinhaltet … Aber auf solche Feinheiten kommt es hier nicht an …

Diese „Profis“ würden schlicht und einfach formulieren:

·         „Sei der wahre COOP“ …

Wahrer COOP wird natürlich auch die Kunden anders sehen. COOPs möchten diese dauerhaft zufriedenstellen und langfristig einbinden. Dazu muss man sich allerdings intensiv um dessen Interessen kümmern, seine Zufriedenheit als eigenes Anliegen glaubwürdig kommunizieren und praktizieren.

Im Idealfall „mutieren“ auch Kunden im „SmartCoop“ zu „Zellen“…

 

Das alles ist eine „Herkules-Aufgabe“ für das Management eines solchen COOP. In einer „Struktur-Genossenschaft“ mag es (noch) ausreichen, das Management mittels der Angebote des entsprechenden Qualifizierungs-Marktes zu trainieren. Aber solche werden eher kontraproduktiv für authentische COOP-Manager wirken. Auch Universitäten / Hochschulen sollten das Besondere eines COOP-Managements allmählich erkennen können. …

Fazit:

·         Die „COOP-Welle“ ist unübersehbar am wachsen. Die Menschen werden allmählich bewusster und erkennen, dass das „Alte“ immer weniger ihren Interessen (in jeglicher Art und Rolle) zu entsprechen scheint.

·         Für eine „Übergangszeit“ werden „Struktur-Genossenschaften“ den dynamischen Zulauf von immer mehr Menschen integrieren können und werden sich sogar weiter neue Formen von „Struktur-Genossenschaften“ ausbilden.

·         Aber schon bald werden die Manager dieser „Struktur-Genossenschaften“ (von außen und innen) auf gehaltvollere Fragen der sich identifizierenden Menschen, gehaltvollere Antworten geben müssen …

·         So, wie die „KONKURRENZ-Wirtschaft“ sich im Laufe ihrer Zeit immer mehr und effektiver etablierte, so wird das auch bei einer „COOP-Wirtschaft“ erfolgen. Das Gegeneinander wird zum Miteinander, das formale Miteinander zum wahren COOP werden.

Alles nur eine Frage der Zeit – oder? Bedenken wir, dass die Physik bereits seit längerer Zeit weiß, dass es eigentlich so etwas wie „Zeit“ nicht wirklich gibt. Zumindest scheint sich die „Zeit“ zu beschleunigen … Was hält uns eigentlich davon ab, schon jetzt in Bildern von wahren COOPs zu denken und sukzessive beginnen auch zu handeln …

·         Wir werden erstaunt sein, wie zügig sich WIR-Kraft entwickelt, wenn eine entsprechende SOG-Kraft entsteht. Ob auf den traditionellen „Hit-Listen“ dann COOPs ganz oben stehen sollten würde wohl nur dann Sinn machen, wenn andere „Wertmaßstäbe“ beim Zustandekommen dieser „Hit-Listen“ Berücksichtigung finden würden…

·         um wahren ERFOLG zu messen, mag Rendite durchaus bedeutsam bleiben, aber – mit entsprechendem Gewicht - müssten auch Werte wie Arbeitsfreude, Zufriedenheit, Lebensqualität, etc. bei der Definition der „Hit-Listen“ Berücksichtigung finden.

Eines deutet sich wohl unabwendbar an:

Das Zeitalter des COOP wird noch manche Überraschung für uns bereit halten – sowohl in Bezug auf Schnelligkeit, wie auch im Hinblick auf dessen Inhalte und Folgen für das Gesamte. In diesem Sinne kann man durchaus von einer „COOP-Welle“ sprechen, die sich langsam, aber unaufhaltsam aufbaut und wovon sich bereits „kleinere Aspekte“ - inzwischen immer deutlicher sichtbar werdend – ausbreiten, bis eines Tages die aufgetürmte „Welle“ umbricht und …   
     

 

 

  *Alles kooperiert – universal - genial mit Allem* CoopCreation-Dialoge   *Dialoge zum Kooperativen W...